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Im Jahr 2014 hatten Ökonomen der Bank of England im Artikel “Money creation in the modern economy” die übliche Darstellung der Geldschöpfung in vielen Lehrbüchern kritisiert. Sie wies darauf hin, dass Banken nicht im Sinne der Loanable-funds-Theorie Einlagen der Sparer weiterverleihen und bestritt die Existenz des Geldschöpfungsmultiplikators.

Die Deutsche Bundesbank hatte bereits mit ihrem seit 2007 aufgelegten Schülerbuch “Geld und Geldpolitik (Auflage 2015) die Buchgeldschöpfung der Banken erklärt. Jetzt legt sie nach und erläutert im Monatsbericht April 2017 „die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess“. Darin erläutert sie die Auswirkungen diverser geldpolitische Interventionen im zweistufigen Banksystem anhand von einfachen Bilanzen.

Sie geht im Anhang auch auf Kritiker der Buchgeldschöpfung ein, die den Übergang zu einem Vollgeld-System fordern.