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Veröffentlicht in: Jörg Göpfert (Hrsg.): Nachhaltige Grundsicherung: Armut überwinden – natürliche Lebensgrundlagen erhalten. Horizonte 21/7. Potsdam: Universitätsverlag, S. 159–174

Autoren: Ludwig Schuster

Leseprobe

Brot für die Welt ist nicht genug, doch Geld allein macht auch nicht glücklich. Es braucht auch noch den Acker, ein intaktes Klima und das Wissen, wie beides zusammen dauerhaft ertragreich zu nutzen ist. Schließlich ist die Sicherung der gemeinsamen Lebensgrundlagen die allererste Voraussetzung, um auch das einzelne Leben zu sichern, und das geht nur mit nachhaltigem Wirtschaften, mit einem „Wirtschaften ohne unbezahlte Aneignung und ohne Substanzverzehr“. Die Gerechtigkeitsfrage ist also bereits im Kern ein ökologisches Problem – und andersherum: Eine individuelle soziale Grundsicherung (wie sie in den Beiträgen der anderen Autoren ausformuliert wird) nachhaltig zu organisieren, ist auch ökologisch gesehen vor allem ein Problem der Verteilungsgerechtigkeit.